Zero Waste Starter Guide: Küche

Geposted von Laura Herz am

Wir Menschen produzieren viel zu viel Müll. In Deutschland sind es laut Umweltbundesamt 226,5 Kilogramm Plastik im Jahr 2017 gewesen. Das führt zu schlimmen Auswirkungen. Die Meere werden vermüllt, Tiere sterben und das Recycling-System kommt nicht hinterher.

Ich habe vor einem Jahr beschlossen, dass ich an meinem Konsumverhalten etwas ändern möchte. Wenigstens einen kleinen Teil dazu beitragen, der der Natur hilft weiterhin zu bestehen. Also habe ich mir viel zum Thema Nachhaltigkeit durchgelesen und peu à peu damit angefangen, Einwegartikel durch langlebige Produkte zu ersetzen. Diese möchte ich euch im heutigen „Zero Waste Starter Guide“ vorstellen. Und keine Sorge: Es sind keine Produkte, für die ihr Unmengen von Geld ausgeben müsst.

Ich habe den Artikel in die Kategorien Küche und Badezimmer aufgeteilt, da das die beiden Räume sind, in denen ich bisher am meisten geändert habe. 

Die Küche ist wohl der Ort, an dem wir den meisten Müll produzieren. Alleine durch die Lebensmittelverpackungen. Aber es gibt ein paar Tools, mit denen der Müll reduziert werden kann.

Jutebeutel 

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: dem Jutebeutel. Viele von euch haben vermutlich schon einen daheim. Wer noch keinen besitzt, sollte sich schnell einen zulegen. Bei den Lebensmittelgeschäften gibt es diese meist vorne an der Kasse zu kaufen. Wer einen stylischen Beutel haben möchte, wird in hippen Concept Stores oder Online garantiert fündig. So können Papiertüten vermieden werden, die nach dem Einkauf höchstens noch für das Sammeln von Papier genutzt und danach samt Müll weggeschmissen werden. 

Jutebeutel

Obst- und Gemüsenetze

Wann immer wir einkaufen, nehmen wir unsere Obst- und Gemüsenetze mit. So müssen wir keine Plastik- oder Papiertüten mehr verwenden und das Obst kullert im Jutebeutel nicht wirr umher. Auch für Kartoffeln und Brot eignen sich die Netze hervorragend. Nur darin aufbewahren solltet ihr das Brot nicht. Das habe ich mal gemacht und es war an Tag 2 leider schon steinhart.

Obst- und Gemuesenetze

Metalldosen bzw. Dose aus recyceltem Material

Aus Urzeiten haben wir noch eine Menge Tupperware aus Plastik in unserer Schublade. Diese schmeißen wir auch nicht weg, denn das wäre ja kontraproduktiv. Aber sobald eine Dose kaputt geht, kaufen wir uns eine aus Metall oder aus einem recycelten Material. Diese enthalten nämlich keine gefährlichen Mikroplastiken, wie z.B. BPA. Was mich bei den Brotdosen aus Plastik auch immer sehr gestört hat bzw. stört ist, dass sie so leicht verfärben. Bei den Dosen aus Metall oder recyceltem Material sieht man das zum Glück nicht mehr. Sie sind also nicht nur besser für die Umwelt, sondern sehen auch schöner aus. 

Metalldose

Silikon Frischhalte-Deckel

Die Silikon-Frischhalte-Deckel habe ich damals bei kickstarter entdeckt und mir direkt bestellt – sie waren neben dem Jutebeutel meine ersten Zero Waste Produkte. Anstelle von Frischhaltefolie etwas Wiederverwendbares zu benutzen klang super. Die Deckel haben unterschiedliche Größen und können über Töpfe, Schüsseln, Dosen und Gemüse sowie Obst gestülpt werden. Am Praktischsten finde ich den kleinen drehbaren Böbbel und den Tagesanzeiger. So kann man easy sehen, wie viel Tage das Produkt schon offen ist. 

Silikon Frischhalte-Deckel

Edelstahl-Trinkflasche 

Essential Piece meines Zero Waste Starte Guides ist definitiv eine Trinkflasche, denn (und das müsst ihr euch mal auf der Zunge zergehen lassen): Eine PET-Flasche benötigt rund 450 Jahre, bis sie im Wasser zerfallen ist und sinkt dann in Form von Mikroplastik auf den Meeresgrund. Das zu vermeiden ist super einfach und kostet im ersten Schritt zwar etwas mehr als eine PET-Flasche, zahlt sich durch die Langlebigkeit aber definitiv aus. In den meisten Fällen kann man Wasser aus der Leitung trinken und falls nicht, dann hilft ein Wasserfilter. So könnt ihr eure eigene Trinkflasche überall mit hinnehmen. Ob zur Uni, auf die Zugfahrt, mit an den Flughafen oder einfach nur zum Shoppingtag in der Stadt. Selbst wenn einen spontan der Durst überkommt, seid ihr dann bestens vorbereitet.

Edelstahl-Trinkflasche

 


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